Präanalytik zur
Bestimmung von Spurenelementen
Mit den heutigen
modernen und vielfältigen Möglichkeiten der Technik können in
erfahrenen medizinisch-chemischen Laboratorien fast alle
Spurenelemente routinemässig und mit hoher Präzision bestimmt
werden. Die Bestimmungen erfolgen im Vollblut, Serum, Plasma,
Erythrozyten, Leukozyten, Speichel, Urin, Haar oder in
Nagelmaterial. Neben der direkten Messung der Konzentration
einzelner Spurenelemente, werden auch Bestimmungen von
spurenelement-abhängigen Enzymen wie z.B. SOD, GPX, DAO und anderen
durchgeführt.
Alle
präanalytischen Arbeitsschritte wie die Probengewinnung,
Vorbereitung, Lagerung und der Versand sind sehr wichtig.
Zur Bestimmung
von Spurenelementkonzentrationen bevorzugen wir:
-
für ohne Koagulation gewonnenes Serum sogenannte Vacutainer
No-Additive-Röhrchen oder S-Monovetten für die Metall-Analytik
-
für Vollblut Vacutainer Na-Heparin-Röhrchen oder
Ammonium-Heparin-Monovetten und
-
für Plasma EDTA/Heparin-Röhrchen.
Wichtig ist
auch, dass Verunreinigungen (Kontaminationen) der Proben und
Hämolyse, Freisetzung von Elementen aus den Erythrozyten ins Serum,
vermieden werden. Die Probenlagerung geschieht in
Kunststoff-Polypropylengefässen bei 4 - 8°C.
Um eine optimale
Trennung von Serum/Plasma und Blutzellen zu erreichen, ist bei dem
Zentrifugieren auf die empfohlene, relative Zentrifugalkraft d.h.
Beschleunigung von meistens g = 2000 und die genaue Zeitdauer
von 15 min. zu achten. Viele Zentrifugen haben regulierbare
Geschwindigkeiten bzw. Umdrehungen/min (rpm), die nach der
folgenden Formel berechnet werden können:
g
= 11.18 x
r
x
(rpm/1000)2
rpm
= Umdrehungen/min
r
= Rotations(schleuder)-Radius in cm
g
= relative Zentrifugalkraft/Beschleunigung
Beispiel: