Kryptopyrrol - Kryptopyrrol
- Kryptopyrrol
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Klinische
Symptome bei Vitamin B6-Mangel
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Gerötete, schuppige, fettige, schmerzende und juckende Flecken auf der Haut
(besonders um Nase, Mund, Ohren und Genitalien)
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Schmerzhafte Risse und Spalten an Mundwinkeln und auf den Lippen, glatte,
schmerzende, violette Zunge, entzündeter
Rachenraum
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Depigmentierung der Haut
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Anämie, eingeschränkte Leukozytenfunktion, verminderte Produktion von
Antikörpern, Erhöhung des LDL-Cholesterins, Senkung
des HDL-Cholesterins
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Bildung von Gallen- und Nierensteinen aus Kalziumoxalat
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Nervöse Störungen, Sensibilitätsstörungen, Nervenentzündungen,
Beeinträchtigung des Ganges
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Karpaltunnelsyndrom
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Abnormale Hirnströmungen, Muskelzuckungen, Krämpfe, Angstzustände,
Verwirrung, Irritabilität, Depression, Kopfschmerzen,
fehlende Traumerinnerung, Müdigkeit, Schwäche,
Pyrrolurie
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Erhöhte Bindung von Sexual- und Schilddrüsenhormonen in den Zellen:
Schilddrüsen-Knotenbildung und –Vergrösserung,
Regeltempostörung, starke Schmerzen während der
Menstruation,
Zyklusunregelmässigkeiten, PMS-Syndrom, Reduktion der Fruchtbarkeit
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Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen während der Schwangerschaft,
epileptieforme Krämpfe bei Säuglingen
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Hyperaktivität von Kindern
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verstärkte Allergien
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Unverträglichkeit gegen eiweisshaltige Nahrungsmittel: Milch, Käse, Fleisch,
Fisch
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Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Neigung zu Durchfällen und
Verstopfung
Pyrrolurie
– kombiniertes Defizit von Zink und Vitamin B6
Anhand
dieser Darstellung der Folgen von Vitamin B6- und Zinkmangel kann man sich
vorstellen, dass die Erklärung der Symptome und Folgekrankheiten der Pyrrolurie,
bei der es durch die Ausscheidung von Kryptopyrrol sowohl zu Zink- als auch zu
Vitamin B6-Verlust kommt, sehr schwierig und komplex ist. Das ist auch einer
der Gründe weshalb die Pyrrolurie bis heute nicht in der Schulmedizin als
Krankheit anerkannt und gelehrt wird. Im Grunde ist sie auch keine Krankheit im
klassischen Sinn, sondern die Ursache für viele andere Krankheiten.
Orhomolekularmedizinische
Studien zeigen eindeutig auf, dass bei Krankheiten, die mit Zink- und Vitamin
B6-Mangel zusammenhängen, nach Einnahmen der beiden Nutrienten sofort
Besserungen eintreten. Deshalb sollte ihre Bedeutung in der Behandlung durch
Substitution nicht unterschätzt werden. Bei Pyrrolurikern auftretende,
stressbedingte Angstzustände vergehen nach C. C. Pfeiffer bei Behandlung mit
höheren Dosen von Vitamin B6 binnen Stunden und Tagen, nach H. Kapuste oft
binnen Minuten, mit Pyridoxal-5-Phosphat sublingual auch sofort.
In
M. R. Werbachs „Nahrung und Nutrienten – ihr Einfluss auf 100
Krankheiten" findet man eine Tabelle, die aufgrund zusammengetragener,
klinisch nutriologischer Forschungsarbeiten einen abschätzenden Überblick
über die Bedeutung von Vitamin B6 und Zink bei verschiedenen Krankheiten
bietet. Daraus ersichtlich wird, dass Zink mit 53%, ähnlich wie Vitamin B6 mit
48%, beide also bei ungefähr der Hälfte der Krankheiten eine Rolle spielen,
für die überhaupt auf Nährstoffen basierende Behandlungen möglich wären.
Die
Geschichte von Kryptopyrrol
Die
gezielte Suche nach einer Substanz, die die Schizophrenie erklären kann,
führte zur Entdeckung des Kryptopyrrol. Heute weiss man, dass Kryptopyrrol
nicht als der ursächliche Faktor einer Schizophrenie gelten kann, tatsächlich
steht jedoch sein Auftreten immer mit irgend einer Art von Psychose in
Zusammenhang.
1958
fand A. N. Payza im Urin von Probanden, die experimentell mit LSD behandelt
wurden, eine abnorme chemische Substanz, die im Papierchromatogramm einen
malvenfarbenen Fleck erzeugte. Dieser Malvenfaktor wurde später auch im Urin
zahlreicher psychiatrischer Patienten nachgewiesen, die niemals LSD genommen
hatten. Untersuchungen von A. Hoffer und M. Mahon zeigten 1961 auf, dass von 39
schizophrenen Patienten 27 malvenpositiv waren, und 1963 benannten Hoffer und
Osmond die dazu gehörende Form der Schizophrenie Malvarie. Das interessanteste
Ergebnis lieferte jedoch eine Untersuchung von O‘Reilly und Hughes aus dem
Jahr 1965 nach der der Malvenfaktor bei 11% der gesunden Menschen ohne jegliche
psychische oder psychiatrische Leiden nachgewiesen werden konnte. Die selbe
Untersuchung zeigte, dass bei 24% der gestörten Kinder, 42% der psychiatrischen
Patienten und bei 52% der Schizophrenen durch einfache Untersuchungen des Urins
Malvarie festgestellt werden konnte, ausserdem fand sich der Malvenfaktor auch
bei Verwandten der schizophrenen Patienten.
Erst
1969 gelang es D. G. Irvine die exakte chemische Struktur des Malvenfaktors zu
entschlüsseln. Dabei fand er heraus, dass es sich um Kryptopyrrol
(2,4-Dimethyl-3-Äthylpyrrol) handelte. Dies wurde von A. Sohler, dem leitenden
Chemiker von Pfeiffers Brain Bio Center 1970 bestätigt.
Der
Name Pyrrolurie wurde von Pfeiffer und Iliev wegen der im Urin der Patienten
auftretenden Pyrrole vorgeschlagen, und die beiden waren es auch, die 1973
feststellten, dass Kryptopyrrole durch ihre Komplexbildung einen starken,
kombinierten Vitamin B6- und Zinkverlust hervorrufen. So wurde auch gleichzeitig
die optimalste Therapie für die Pyrrolurie gefunden, denn tatsächlich treten
die schlimmsten Symptome aufgrund des Vitamin B6- und Zinkmangels und nicht
aufgrund der erhöhten Konzentration an Pyrrolen im Organismus auf.
Ab
1974 begannen in Pfeiffers Brain Bio Center in Princeton die Behandlungen von
zahlreichen pyrrolurisch schizophrenen Patienten mit hohen Dosen von Vitamin B6
und einem Zink-Supplement und die Erfolge waren erstaunlich. Sohler entwickelte
in dieser Zeit zusammen mit anderen ein einfaches Testverfahren, welches auch
heute noch zur Analyse von Kryptopyrrol im Urin angewendet wird, ein
photometrisches Sreening-Verfahren mit Anwendung von Ehrlich‘s Reagenz.
Pyrrolurie
gehört nicht in psychiatrische Behandlung
Dass
die Pyrrolurie allgemeinmedizinisch noch immer nicht bekanntgemacht wird, kann
einerseits an ihrer komplexen Erscheinungsform und andererseits daran liegen,
dass ihre nutriologische Therapie im Vergleich zu anderen sehr einfach, jedoch
mit vielen Vorurteilen von Seiten der klassischen Medizin behaftet ist.
Tatsächlich wäre es für alle Ärzte von grossem Vorteil, mit dem
orthomolekularen Konzept der Pyrrolurie bekannt zu sein, um ein breiteres
Verständnis für Diagnose und Therapie von vielen anderen, nicht nur psychisch
bedingten, Krankheiten zu erlangen. Denn obwohl Pfeiffer 30% der Schizophrenen
auf Pyrrolurie zurückführt, liegt bei Pyrrolurikern die Wahrscheinlichkeit
eine psychiatrisch diagnostizierte Psychose zu erleben höchstens bei 5%,
folglich wäre es falsch, die Pyrrolurie nur mit der Veranlagung zu
Schizophrenie in Verbindung zu bringen.
Besonders
die Tatsache, dass etwa 10% der Bevölkerung pyrrolurisch veranlagt ist, sollte
die Aufmerksamkeit von uns Allen erregen. Menschen mit Pyrrolurie erleben
schwierige psychische Probleme und leiden zugleich an schlimmen Folgekrankheiten
eines Vitamin B6- und Zinkmangels, werden jedoch sehr oft nicht richtig
verstanden und traditionell-psychiatrisch behandelt, obwohl ihre Beschwerden von
einer Stoffwechselstörung herrühren. Die psychiatrische Normalbehandlung mit Neuroleptika schadet Pyrrolurikern körperlich, die nutriologische Behandlung
mit Vitamin B6 und Zink kann so gut wie keine Nebenwirkungen haben, und wenn,
dann ausschliesslich solche, die dem Organismus nur noch mehr Nutzen bringen,
denn von den beiden Nutrienten werden bekanntlich mehr als 300 verschiedene
Enzyme reguliert.
Anzeichen
und Symptome der Pyrrolurie
Die
Pyrrolurie ist verantwortlich für sehr viele Symptome und verschiedene,
ziemlich heterogene Erkrankungen. Unter anderen findet man sie beim
Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS), bei Hyperaktivität von Kindern und
Jugendlichen, bei zerebralen Abbauprozessen und bei Schizophrenie. Neben den
unklaren neurologischen Symptomen besitzen Menschen, die an Pyrrolurie leiden,
verschiedene neurologische und psychiatrische Auffälligkeiten, die für ihr
Krankheitsbild typisch sind und schon in frühen Jahren vor allem von Pfeiffer
und seinen Mitarbeitern beobachtet und bestimmt wurden.
Viele
Patienten, die an Pyrrolurie leiden, besuchen ihr Leben lang verschiedene Ärzte
aufgrund von Multiorganbeschwerden, deren Ursachen nie geklärt werden können,
Infektanfälligkeit
infolge chronischer Immunschwäche, chronischer Hauterkrankungen, Allergien
oder Nahrungsmittel-unverträglichkeiten. Diese Menschen sind oft körperlich
erschöpft, von verschiedenen Therapien geschwächt und leiden an einer
allgemein zunehmenden Leistungsminderung als direkter Folge ihres
Nährstoffmangels.
Die
meisten Nerven- und Hirnsymptome treten bei Pyrrolurikern infolge von Vitamin
B6-Mangel auf, welches bekanntlich unerlässlich für die Neurotransmitterbildung (insbesondere von Serotonin) im Gehirn und im peripheren
Nervengewebe ist. Bei Pyrrolurikern kommt es zu verminderter Leistung spezieller
Hirnfunktionen, dabei werden sehr oft andere Hirnfunktionen kompensatorisch
besonders gut entwickelt, so dass Sonderbegabungen entstehen.
Vor
allem das Kurzzeitgedächtnis erleidet aufgrund des Vitamin B6-Mangels
Leistungseinbussen, so haben Pyrroluriker z. B. grosse Mühe, sich Gehörtes zu
merken. Das führt dazu, dass sie innerhalb eines Gespräches typische
Zwischenfragen stellen, um sich das Gehörte verdeutlichen zu können. Dies
geschieht jeweils nach einer Gegenwartsspanne von zehn Sekunden (genannt
Ultrakurzzeitgedächtnis) und kann unangenehm auffallen. Überhaupt haben
Pyrroluriker Schwierigkeiten sich reine Fakten zu merken, daraus resultiert auch
ein schlechtes Namensgedächtnis und die, in fast allen Fällen auftretende,
fehlende Traumerinnerung steht auch im Zusammenhang mit den
Kurzzeitgedächtnisfehlern. Wegen des Serotoninmangels treten Konzentrations-
und Denkstörungen, langsame Gedächtnisleitung und eingeschränkte visuelle und
akustische Wahrnehmung auf.
Alle
diese Störungen führen gemeinsam dazu, dass Pyrrolurie-Patienten besondere
Aufmerksamkeit in der zwischenmenschlichen Kommunikation und phänomenale,
sozusagen „alternative" Gedächtnisleitungen entwickeln. Die
defektbedingte Sonderbegabung äussert sich in der Entwicklung erstaunlicher
Denkweisen im Bereich des Logischen, ausgesprochener Kreativität und einem
innovativen, oft musisch begabten Wesen.
Unter
Stress werden die Symptome der Pyrrolurie verstärkt und der Patient erlebt
Angstzustände, die der Auslöser dafür sein können, dass er in psychiatrische
Behandlung gelangt. Die Abhängigkeit von Stress kann durch den Serotoninmangel
im Hirn erklärt werden, beobachtet wurde jedoch auch, dass die Ausscheidung von
Pyrrolen in Stresssituationen, bei andauernder psychischer Belastung und vor
allem in der Pubertät ansteigt, die genaue Ursache davon ist jedoch noch nicht
bekannt.
Oft
treten die ersten Anzeichen pyrrolurischer Störungen zwischen dem 15. und dem
20. Lebensjahr auf, wenn Jugendliche zum ersten Mal sehr viele Stresssituationen
erleben. Solche Situationen erzeugen in Pyrrolurikern extreme innere Spannungen,
ihr emotionales Verhalten schwankt von flach bis hysterisch, es kann zu
Schlaflosigkeit, visuellen und auditiven Halluzinationen, Depressionen, Angst
vor Menschen oder sogar in seltenen Fällen bei Jugendlichen zu autistischer
Entwicklung kommen.
Psychische
Unausgeglichenheiten und Krisen kombiniert mit Verhaltensstörungen führen oft
dazu, dass Pyrroluriker sich zurückziehen um ein ruhiges Leben unter Vermeidung
von Stresssituationen zu führen. Die Tragik ist jedoch, dass ihr Leiden viele
nicht psychisch bedingte Krankheiten aufgrund der Stoffwechselstörungen
beinhaltet, die nur durch eine gezielte Nährstofftherapie an der Wurzel
angepackt und geheilt werden können.
Eine
genetotrophische Krankheit
Pyrrolurie
kommt in bestimmten Familien gehäuft vor, ist daher also genetisch geprägt.
Eine Familienanamnese kann zur Diagnostik der Pyrrolurie oft sehr hilfreich
sein.
Ein
weiteres Merkmal, welches die Pyrrolurie in einer Familie hinterlässt, ist das
Faktum, dass in solchen Familien fast nur Mädchen geboren werden. Fehl- und
Totgeburten von Jungen treten häufiger auf, wenn die Mutter unter chronischem
Vitamin B6- und Zinkmangel leidet. Der männliche Fötus wird dabei zu wenig mit
Zink versorgt, welches aber zur Entwicklung der Testikel und der Prostata
unbedingt gebraucht wird.
Zusammenfassung
der Symptome, aus Dr. C. C. Pfeiffers „Nährstofftherapie bei psychischen
Störungen", 4. Auflage, Karl F. Haug Verlag – Heidelberg, 1993.
Leiden
Sie an Missempfindungen und
1. Unverträglichkeit von eiweisshaltiger Nahrung und Medikamenten,
2. starkem Atem- und Körpergeruch,
3. morgendlicher Übelkeit und Obstipation,
4. fehlender Erinnerung an nächtliche Träume,
5. engstehenden Vorderzähnen im Oberkiefer,
6.
weissen Flecken in den Fingernägeln,
7.
blasser Haut, die kein Sonnenlicht verträgt,
8.
häufigen Oberbauchschmerzen,
9.
häufigen Erkältungen und Infektionen,
10.
Striae der Haut,
11.
unregelmässigen Menses oder Impotenz,
12.
Auslösung der vorgenannten Erscheinungen durch Stress,
13.
gehören Sie einer Familie an, die nur Töchter hat und in der sich die
Schwestern ähnlich sehen,
dann
helfen Ihnen:
1.
Morgens ausreichend Vitamin B6, um sich an den nächtlichen Traum erinnern zu
können (nicht
mehr als 2000 mg!),
2.
morgens und abends 30 mg Zinkglukonat,
3.
morgens und abends 10 mg Manganglukonat.