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Head of the company: Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem.

      

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Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol - Kryptopyrrol

 

Kryptopyrrol - Inhaltsverzeichnis

 

Klinische Symptome bei Vitamin B6-Mangel

- Gerötete, schuppige, fettige, schmerzende und juckende Flecken auf der Haut (besonders um Nase, Mund, Ohren und Genitalien)

- Schmerzhafte Risse und Spalten an Mundwinkeln und auf den Lippen, glatte, schmerzende, violette Zunge, entzündeter

  Rachenraum

- Depigmentierung der Haut

- Anämie, eingeschränkte Leukozytenfunktion, verminderte Produktion von Antikörpern, Erhöhung des LDL-Cholesterins, Senkung

  des HDL-Cholesterins 

- Bildung von Gallen- und Nierensteinen aus Kalziumoxalat

- Nervöse Störungen, Sensibilitätsstörungen, Nervenentzündungen, Beeinträchtigung des Ganges

- Karpaltunnelsyndrom

- Abnormale Hirnströmungen, Muskelzuckungen, Krämpfe, Angstzustände, Verwirrung, Irritabilität, Depression, Kopfschmerzen,

  fehlende Traumerinnerung, Müdigkeit, Schwäche, Pyrrolurie

- Erhöhte Bindung von Sexual- und Schilddrüsenhormonen in den Zellen: Schilddrüsen-Knotenbildung und –Vergrösserung, 

  Regeltempostörung, starke Schmerzen während der Menstruation,

  Zyklusunregelmässigkeiten, PMS-Syndrom, Reduktion der Fruchtbarkeit

- Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen während der Schwangerschaft, epileptieforme Krämpfe bei Säuglingen

- Hyperaktivität von Kindern

- verstärkte Allergien

- Unverträglichkeit gegen eiweisshaltige Nahrungsmittel: Milch, Käse, Fleisch, Fisch

- Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Neigung zu Durchfällen und Verstopfung

Pyrrolurie – kombiniertes Defizit von Zink und Vitamin B6

 

Anhand dieser Darstellung der Folgen von Vitamin B6- und Zinkmangel kann man sich vorstellen, dass die Erklärung der Symptome und Folgekrankheiten der Pyrrolurie, bei der es durch die Ausscheidung von Kryptopyrrol sowohl zu Zink- als auch zu Vitamin B6-Verlust kommt, sehr schwierig und komplex ist. Das ist auch einer der Gründe weshalb die Pyrrolurie bis heute nicht in der Schulmedizin als Krankheit anerkannt und gelehrt wird. Im Grunde ist sie auch keine Krankheit im klassischen Sinn, sondern die Ursache für viele andere Krankheiten.

Orhomolekularmedizinische Studien zeigen eindeutig auf, dass bei Krankheiten, die mit Zink- und Vitamin B6-Mangel zusammenhängen, nach Einnahmen der beiden Nutrienten sofort Besserungen eintreten. Deshalb sollte ihre Bedeutung in der Behandlung durch Substitution nicht unterschätzt werden. Bei Pyrrolurikern auftretende, stressbedingte Angstzustände vergehen nach C. C. Pfeiffer bei Behandlung mit höheren Dosen von Vitamin B6 binnen Stunden und Tagen, nach H. Kapuste oft binnen Minuten, mit Pyridoxal-5-Phosphat sublingual auch sofort.

In M. R. Werbachs „Nahrung und Nutrienten – ihr Einfluss auf 100 Krankheiten" findet man eine Tabelle, die aufgrund zusammengetragener, klinisch nutriologischer Forschungsarbeiten einen abschätzenden Überblick über die Bedeutung von Vitamin B6 und Zink bei verschiedenen Krankheiten bietet. Daraus ersichtlich wird, dass Zink mit 53%, ähnlich wie Vitamin B6 mit 48%, beide also bei ungefähr der Hälfte der Krankheiten eine Rolle spielen, für die überhaupt auf Nährstoffen basierende Behandlungen möglich wären.

 

Die Geschichte von Kryptopyrrol

 

Die gezielte Suche nach einer Substanz, die die Schizophrenie erklären kann, führte zur Entdeckung des Kryptopyrrol. Heute weiss man, dass Kryptopyrrol nicht als der ursächliche Faktor einer Schizophrenie gelten kann, tatsächlich steht jedoch sein Auftreten immer mit irgend einer Art von Psychose in Zusammenhang.

1958 fand A. N. Payza im Urin von Probanden, die experimentell mit LSD behandelt wurden, eine abnorme chemische Substanz, die im Papierchromatogramm einen malvenfarbenen Fleck erzeugte. Dieser Malvenfaktor wurde später auch im Urin zahlreicher psychiatrischer Patienten nachgewiesen, die niemals LSD genommen hatten. Untersuchungen von A. Hoffer und M. Mahon zeigten 1961 auf, dass von 39 schizophrenen Patienten 27 malvenpositiv waren, und 1963 benannten Hoffer und Osmond die dazu gehörende Form der Schizophrenie Malvarie. Das interessanteste Ergebnis lieferte jedoch eine Untersuchung von O‘Reilly und Hughes aus dem Jahr 1965 nach der der Malvenfaktor bei 11% der gesunden Menschen ohne jegliche psychische oder psychiatrische Leiden nachgewiesen werden konnte. Die selbe Untersuchung zeigte, dass bei 24% der gestörten Kinder, 42% der psychiatrischen Patienten und bei 52% der Schizophrenen durch einfache Untersuchungen des Urins Malvarie festgestellt werden konnte, ausserdem fand sich der Malvenfaktor auch bei Verwandten der schizophrenen Patienten.

Erst 1969 gelang es D. G. Irvine die exakte chemische Struktur des Malvenfaktors zu entschlüsseln. Dabei fand er heraus, dass es sich um Kryptopyrrol (2,4-Dimethyl-3-Äthylpyrrol) handelte. Dies wurde von A. Sohler, dem leitenden Chemiker von Pfeiffers Brain Bio Center 1970 bestätigt.

Der Name Pyrrolurie wurde von Pfeiffer und Iliev wegen der im Urin der Patienten auftretenden Pyrrole vorgeschlagen, und die beiden waren es auch, die 1973 feststellten, dass Kryptopyrrole durch ihre Komplexbildung einen starken, kombinierten Vitamin B6- und Zinkverlust hervorrufen. So wurde auch gleichzeitig die optimalste Therapie für die Pyrrolurie gefunden, denn tatsächlich treten die schlimmsten Symptome aufgrund des Vitamin B6- und Zinkmangels und nicht aufgrund der erhöhten Konzentration an Pyrrolen im Organismus auf.

Ab 1974 begannen in Pfeiffers Brain Bio Center in Princeton die Behandlungen von zahlreichen pyrrolurisch schizophrenen Patienten mit hohen Dosen von Vitamin B6 und einem Zink-Supplement und die Erfolge waren erstaunlich. Sohler entwickelte in dieser Zeit zusammen mit anderen ein einfaches Testverfahren, welches auch heute noch zur Analyse von Kryptopyrrol im Urin angewendet wird, ein photometrisches Sreening-Verfahren mit Anwendung von Ehrlich‘s Reagenz.

 

Pyrrolurie gehört nicht in psychiatrische Behandlung

 

Dass die Pyrrolurie allgemeinmedizinisch noch immer nicht bekanntgemacht wird, kann einerseits an ihrer komplexen Erscheinungsform und andererseits daran liegen, dass ihre nutriologische Therapie im Vergleich zu anderen sehr einfach, jedoch mit vielen Vorurteilen von Seiten der klassischen Medizin behaftet ist. Tatsächlich wäre es für alle Ärzte von grossem Vorteil, mit dem orthomolekularen Konzept der Pyrrolurie bekannt zu sein, um ein breiteres Verständnis für Diagnose und Therapie von vielen anderen, nicht nur psychisch bedingten, Krankheiten zu erlangen. Denn obwohl Pfeiffer 30% der Schizophrenen auf Pyrrolurie zurückführt, liegt bei Pyrrolurikern die Wahrscheinlichkeit eine psychiatrisch diagnostizierte Psychose zu erleben höchstens bei 5%, folglich wäre es falsch, die Pyrrolurie nur mit der Veranlagung zu Schizophrenie in Verbindung zu bringen.

Besonders die Tatsache, dass etwa 10% der Bevölkerung pyrrolurisch veranlagt ist, sollte die Aufmerksamkeit von uns Allen erregen. Menschen mit Pyrrolurie erleben schwierige psychische Probleme und leiden zugleich an schlimmen Folgekrankheiten eines Vitamin B6- und Zinkmangels, werden jedoch sehr oft nicht richtig verstanden und traditionell-psychiatrisch behandelt, obwohl ihre Beschwerden von einer Stoffwechselstörung herrühren. Die psychiatrische Normalbehandlung mit Neuroleptika schadet Pyrrolurikern körperlich, die nutriologische Behandlung mit Vitamin B6 und Zink kann so gut wie keine Nebenwirkungen haben, und wenn, dann ausschliesslich solche, die dem Organismus nur noch mehr Nutzen bringen, denn von den beiden Nutrienten werden bekanntlich mehr als 300 verschiedene Enzyme reguliert.

 

Anzeichen und Symptome der Pyrrolurie

 

Die Pyrrolurie ist verantwortlich für sehr viele Symptome und verschiedene, ziemlich heterogene Erkrankungen. Unter anderen findet man sie beim Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS), bei Hyperaktivität von Kindern und Jugendlichen, bei zerebralen Abbauprozessen und bei Schizophrenie. Neben den unklaren neurologischen Symptomen besitzen Menschen, die an Pyrrolurie leiden, verschiedene neurologische und psychiatrische Auffälligkeiten, die für ihr Krankheitsbild typisch sind und schon in frühen Jahren vor allem von Pfeiffer und seinen Mitarbeitern beobachtet und bestimmt wurden.

Viele Patienten, die an Pyrrolurie leiden, besuchen ihr Leben lang verschiedene Ärzte aufgrund von Multiorganbeschwerden, deren Ursachen nie geklärt werden können, Infektanfälligkeit infolge chronischer Immunschwäche, chronischer Hauterkrankungen, Allergien oder Nahrungsmittel-unverträglichkeiten. Diese Menschen sind oft körperlich erschöpft, von verschiedenen Therapien geschwächt und leiden an einer allgemein zunehmenden Leistungsminderung als direkter Folge ihres Nährstoffmangels.

Die meisten Nerven- und Hirnsymptome treten bei Pyrrolurikern infolge von Vitamin B6-Mangel auf, welches bekanntlich unerlässlich für die Neurotransmitterbildung (insbesondere von Serotonin) im Gehirn und im peripheren Nervengewebe ist. Bei Pyrrolurikern kommt es zu verminderter Leistung spezieller Hirnfunktionen, dabei werden sehr oft andere Hirnfunktionen kompensatorisch besonders gut entwickelt, so dass Sonderbegabungen entstehen.

Vor allem das Kurzzeitgedächtnis erleidet aufgrund des Vitamin B6-Mangels Leistungseinbussen, so haben Pyrroluriker z. B. grosse Mühe, sich Gehörtes zu merken. Das führt dazu, dass sie innerhalb eines Gespräches typische Zwischenfragen stellen, um sich das Gehörte verdeutlichen zu können. Dies geschieht jeweils nach einer Gegenwartsspanne von zehn Sekunden (genannt Ultrakurzzeitgedächtnis) und kann unangenehm auffallen. Überhaupt haben Pyrroluriker Schwierigkeiten sich reine Fakten zu merken, daraus resultiert auch ein schlechtes Namensgedächtnis und die, in fast allen Fällen auftretende, fehlende Traumerinnerung steht auch im Zusammenhang mit den Kurzzeitgedächtnisfehlern. Wegen des Serotoninmangels treten Konzentrations- und Denkstörungen, langsame Gedächtnisleitung und eingeschränkte visuelle und akustische Wahrnehmung auf.

Alle diese Störungen führen gemeinsam dazu, dass Pyrrolurie-Patienten besondere Aufmerksamkeit in der zwischenmenschlichen Kommunikation und phänomenale, sozusagen „alternative" Gedächtnisleitungen entwickeln. Die defektbedingte Sonderbegabung äussert sich in der Entwicklung erstaunlicher Denkweisen im Bereich des Logischen, ausgesprochener Kreativität und einem innovativen, oft musisch begabten Wesen.

Unter Stress werden die Symptome der Pyrrolurie verstärkt und der Patient erlebt Angstzustände, die der Auslöser dafür sein können, dass er in psychiatrische Behandlung gelangt. Die Abhängigkeit von Stress kann durch den Serotoninmangel im Hirn erklärt werden, beobachtet wurde jedoch auch, dass die Ausscheidung von Pyrrolen in Stresssituationen, bei andauernder psychischer Belastung und vor allem in der Pubertät ansteigt, die genaue Ursache davon ist jedoch noch nicht bekannt.

Oft treten die ersten Anzeichen pyrrolurischer Störungen zwischen dem 15. und dem 20. Lebensjahr auf, wenn Jugendliche zum ersten Mal sehr viele Stresssituationen erleben. Solche Situationen erzeugen in Pyrrolurikern extreme innere Spannungen, ihr emotionales Verhalten schwankt von flach bis hysterisch, es kann zu Schlaflosigkeit, visuellen und auditiven Halluzinationen, Depressionen, Angst vor Menschen oder sogar in seltenen Fällen bei Jugendlichen zu autistischer Entwicklung kommen.

Psychische Unausgeglichenheiten und Krisen kombiniert mit Verhaltensstörungen führen oft dazu, dass Pyrroluriker sich zurückziehen um ein ruhiges Leben unter Vermeidung von Stresssituationen zu führen. Die Tragik ist jedoch, dass ihr Leiden viele nicht psychisch bedingte Krankheiten aufgrund der Stoffwechselstörungen beinhaltet, die nur durch eine gezielte Nährstofftherapie an der Wurzel angepackt und geheilt werden können.

 

Eine genetotrophische Krankheit

 

Pyrrolurie kommt in bestimmten Familien gehäuft vor, ist daher also genetisch geprägt. Eine Familienanamnese kann zur Diagnostik der Pyrrolurie oft sehr hilfreich sein.

Ein weiteres Merkmal, welches die Pyrrolurie in einer Familie hinterlässt, ist das Faktum, dass in solchen Familien fast nur Mädchen geboren werden. Fehl- und Totgeburten von Jungen treten häufiger auf, wenn die Mutter unter chronischem Vitamin B6- und Zinkmangel leidet. Der männliche Fötus wird dabei zu wenig mit Zink versorgt, welches aber zur Entwicklung der Testikel und der Prostata unbedingt gebraucht wird.

 

Zusammenfassung der Symptome, aus Dr. C. C. Pfeiffers „Nährstofftherapie bei psychischen Störungen", 4. Auflage, Karl F. Haug Verlag – Heidelberg, 1993.

 

Leiden Sie an Missempfindungen und

  1.  Unverträglichkeit von eiweisshaltiger Nahrung und Medikamenten,

  2.  starkem Atem- und Körpergeruch,

  3.  morgendlicher Übelkeit und Obstipation,

  4.  fehlender Erinnerung an nächtliche Träume,

  5.  engstehenden Vorderzähnen im Oberkiefer,

  6.  weissen Flecken in den Fingernägeln,

  7.  blasser Haut, die kein Sonnenlicht verträgt,

  8.  häufigen Oberbauchschmerzen,

  9.  häufigen Erkältungen und Infektionen,

10.  Striae der Haut,

11.  unregelmässigen Menses oder Impotenz,

12.  Auslösung der vorgenannten Erscheinungen durch Stress,

13.  gehören Sie einer Familie an, die nur Töchter hat und in der sich die Schwestern ähnlich sehen,

dann helfen Ihnen:

1.  Morgens ausreichend Vitamin B6, um sich an den nächtlichen Traum erinnern zu können (nicht

     mehr als 2000 mg!),

2.  morgens und abends 30 mg Zinkglukonat,

3.  morgens und abends 10 mg Manganglukonat.

Verhaltensstörungen bei Kindern

 

Immer häufiger melden sich ratlose Eltern mit sogenannten „Problemkindern" bei Ärzten, die sich mit Orthomolekularmedizin befassen, und möchten auf eine Nährstofftherapie umsteigen, weil viele Therapien, die ihre Kinder schon hinter sich haben, erfolglos blieben. Besonders bei diesen kleinen Patienten bleiben Stoffwechselstörungen wie Pyrrolurie oft unerkannt, weil sie sich noch nicht so sehr im körperlichen Bereich, sondern vor allem durch psychische Auffälligkeiten bemerkbar machen. Solche Kinder werden am häufigsten als hyperaktiv eingestuft und im schlimmsten Fall mit Psychostimulantien behandelt, die Ursache ihrer Symptome wird jedoch häufig nicht bekämpft.

Schon im Kleinkindesalter auftretende Neurodermitis, Kuhmilchallergien und Infektionen der Nasen- und Nasennebenhöhlen können Folgen von Pyrrolurie sein. Diese werden jedoch ganz gewöhnlich von Kinderärzten behandelt, und das wahre Leiden der Kinder bleibt unerkannt.

Im Vorschulalter haben solche Kinder Schwierigkeiten beim Lesen und mit der Rechtschreibung und klagen oft über Kopfschmerzen. Viele Ärzte, die Erfahrungen mit Pyrrolurikerkindern haben machen darauf aufmerksam, dass eine vorzeitige Abklärung der Kryptopyrrol-Werte bei Kindern generell im Schul- oder Vorschulalter durchgeführt werden sollte, damit die Betroffenen von Anfang an erkannt werden und nicht mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten während der Schulzeit zu kämpfen haben.

Gewisse Studien zeigen auf, dass heutzutage zwischen 12 und 20% aller Schulkinder unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom leiden, welches eine direkte Folge von chronischem Vitamin B6- und Zinkmangel ist. Die typischen Symptome sind kurze Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsprobleme, Zerstreutheit, Vergesslichkeit, Nervosität, Impulsivität und manchmal Neigung zu Aggressivität und Gewalt gegen Sachen und Personen. Bei diesem Syndrom ist die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit durch die verminderte Funktion oder den Mangel von Neurotransmittern bedingt, ausserdem führt der verlangsamte Zuckerstoffwechsel (auch eine Folge des Vitamin B6-Mangels) dazu, dass dem Hirn für seine optimale Funktion zu wenig Glukose bereitgestellt wird.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Beeinträchtigung gewisser Hirnfunktionen besonders bei Kindern durch schlechte Aufnahme von essentiellen Nährstoffen aus der Nahrung verursacht wird. Wenn man bedenkt, dass Kinder heutzutage ständig phosphathaltige Erfrischungsgetränke (z. B. Coca-Cola) zu sich nehmen, ist es nicht erstaunlich, dass ihr Zinkhaushalt völlig durcheinandergebracht wird, denn Phosphat verdrängt Zink aus dem Organismus.

Bei Einnahme von Zink wird zugleich der Blei- und Kupferspiegel gesenkt. Blei, das durch die Strassenverkehrsluft in den Körper gelangt oder dessen Wert aufgrund von Bleiintoxikationen erhöht ist, und Kupfer, welches ein Stimulans für das Zentralnervensystem ist, führen bei erhöhten Werten auch zu Hyperaktivität.

Legasthenien pyrrolurischer Kinder können bekanntlich auf Zinkmangel während der Schwangerschaft zurückgeführt werden. Weitere Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten werden durch erhöhten Leistungsdruck in der Schule noch verschlechtert, denn aufgrund des Serotoninmangels sind Kinder mit Pyrrolurie besonders stressempfindlich.

In Stresssituationen während der Schulzeit, z. B. bei Vorträgen vor der Klasse oder Prüfungen können Magen-Darm- und Kreislaufbeschwerden auftreten, und es kann zu unerwarteten Blackouts kommen, auch wenn der Lernstoff genügend gut behandelt und gelernt wurde. Solche Situationen führen oft dazu, dass pyrrolurische Kinder eine Ängstlichkeit entwickeln, die sie vom normalen Umgang mit Schulkameraden abhält, gleichzeitig haben sie aufgrund ihrer Denkschwierigkeiten Probleme mit Eltern oder Ärger mit Lehrern und ihr Selbstbewusstsein kann nie richtig ausgeprägt werden. Dabei sind solche Kinder für logische Fächer überdurchschnittlich begabt, geben sich darin jedoch oft keine Mühe, weil sie gelangweilt und unterfordert sind oder von Schulkameraden ständig gehänselt werden.

Die Eltern können sich die starken Leistungsschwankungen ihrer Kinder nicht erklären, neben Konzentrationsschwierigkeiten treten verstärkte Allergien, Migräne, erhöhte Infektanfälligkeit und Hautkrankheiten auf, und immer mehr Nahrungsmittel werden nicht vertragen.

In den Zimmern von Kindern, die an Pyrrolurie leiden, herrscht fast immer chaotische Unordnung. Der Versuch aufzuräumen scheitert wegen der Kurzzeitgedächtnisfehler, Sachen werden erst recht verlegt und es entsteht ein noch grösseres Chaos. Eine solche Stresssituation führt oft zu depressiver Verstimmung oder Resignation und das Kind sucht sich eine ruhige, aufgeräumte Ecke des Hauses um sich dort zu verkriechen.

 

Die erfolgreichste Behandlung

 

Konventionelle psychiatrische Therapien erweisen sich bei Pyrrolurikern als erfolglos, im schlimmsten Fall kommt es zur Symptomverschlechterung, nicht zuletzt wegen der Tranquilizer- und Barbituratintoleranz, die bei den meisten Pyrrolurie-Patienten vorkommt.

Damit die Ursache der verschiedenen Symptome bekämpft, der kombinierte Nährstoffmangel ausgeglichen werden kann, substituiert man Vitamin B6 (Pyridoxin oder noch besser Pyridoxal-5-Phosphat) und Zink in den erforderlichen Mengen.

Vitamin B6 wird morgens und eventuell mittags eingenommen, dabei ist die Traumerinnerung ein geeigneter biologischer Massstab für den Vitamin B6-Gehalt im Körper. Die Dosen werden individuell nach dem Eintreten der Traumerinnerung bestimmt. Sie reichen normalerweise von 50 bis 300 mg täglich, manchmal bis 1000 mg und mehr, sollten jedoch 1500 mg (oder 300 mg Pyridoxal-5-Phosphat) pro Tag nicht überschreiten. Die tägliche Dosis von Pyridoxal-5-Phosphat sollte maximal 1/5 bis 1/10 von der ausreichenden Vitamin B6-Dosis betragen.

Zink sollte abends vor dem Schlafen in normalen Dosen von 15 bis 30 mg eingenommen werden. Die Zink-Supplementierung kann in Form von Gluconat oder Picolinat erfolgen. Dazu sollte auch täglich mindestens 10 bis 20 mg Mangan eingenommen werden.

Manche Pyrrolurie-Patienten sprechen schon innerhalb von 24 Stunden auf diese Behandlung an, mit Sicherheit werden Besserungen der Verhaltensstörungen und der psychischen Befinden innerhalb von einer Woche festgestellt. Die vollständige Genesung dauert in der Regel drei bis vier Monate.

Die Supplementierung von Vitamin B6 und Zink ist oft der erste Schritt einer ausreichenden Nährstofftherapie, denn die meisten Pyrroluriker leiden unter mehreren Stoffwechselstörungen, die in Kombination mit dem Defizit von Vitamin B6 und Zink auftreten.

Erhöhtes Kupfer ist eine Folge von Zinkmangel, erhöhtes oder erniedrigtes Histamin kommt häufig vor, denn aufgrund von fehlendem Vitamin B6, kann Histamin nicht optimal abgebaut werden und niedrige Serumwerte von Immunglobulin A (IgA) sind keine Seltenheit bei Pyrrolurie-Patienten. Eine weitere Störung sind Unverträglichkeitsreaktionen gegen eiweisshaltige Nahrung, da die Eiweiss-syntheseleistung ohne Vitamin B6 nicht normal abläuft.

Alle diese Stoffwechselstörungen können bei Pyrrolurikern in verschiedenen Kombinationen auftreten, deshalb muss eine Nährstofftherapie individuell an den Patienten angepasst werden. Substitution weiterer Vitamine und Spurenelemente, die Gabe von eiweissspaltenden Enzymen oder insgesamt eine eiweissreduzierte Kost können unter Umständen die Begleitbehandlungen einer Zink- und Vitamin B6-Supplementierung sein. Auf jeden Fall sind regelmässige Stoffwechselkontrollen und Verständnis im Umgang mit Pyrrolurikern unerlässlich für eine erfolgreiche Therapie.

 

Die Bestimmung von Kryptopyrrol im ORTHOMEDIS-Labor

 

Die Kryptopyrrol-Bestimmung im Urin führen wir mittels eines UV-VIS Photometers, bei 540 nm Wellenlänge und mit Hilfe von Ehrlich‘s Reagenz durch. Für die Analyse benötigen wir frischen Urin (das muss nicht unbedingt Morgenurin sein), der in ein Spezialröhrchen eingefüllt wird, das lichtundurchlässig ist und Vitamin C als Stabilisator enthält. Der Patient soll vor der Urinentnahme während drei Tagen keine Vitaminpräparate der Gruppe B einnehmen und die Urinprobe darf nicht länger als fünf Tage zum Labor unterwegs sein. Als Referenzwert gilt 15 mcg/dl, die Werte, die grösser als 15 mcg/dl Urin sind, weisen auf erhöhtes Kryptopyrrol hin.

Das ORTHOMEDIS-Labor führt den Kryptopyrrol-Test, als zuverlässigste Methode um ein Zink- und Vitamin B6-Defizit festzustellen, mit grossem Erfolg schon seit 20 Jahren täglich durch.

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