KUPFER
Kupfer
ist Bestandteil von einigen Enzymen, die an wichtigen Stoffwechselvorgängen
beteiligt sind wie z.B. an der Energiegewinnung in den Körperzellen, an der
Bildung der roten und weissen Blutkörperchen, am Aufbau des Bindegewebes, der
Pigmentbildung der Haare und der Bildung eines für die Leistung des
Nervensystems bedeutenden Überträgerstoffes (Noradrenalin). Als Bestandteil des
Enzyms Superoxiddismutase (SOD) unterstützt Kupfer die Funktionsfähigkeit der
Körperabwehr, die Entgiftung des Körpers und schützt die Gewebe vor Angriffen
durch freie Radikale. Im Eisenstoffwechsel fördert Kupfer die Verwertung von
Eisen sowie seine Aufnahme durch den Darm.
Mangel:
Häufige Ursachen eines niedrigen Kupfergehalts sind: Geringe Kupferzufuhr durch
die tägliche Nahrung, Verwertungs- und Nierenfunktionsstörungen,
Cortisonbehandlungen, lang andauernde Zinktherapie und Schwermetallbelastungen
(Blei, Cadmium, Quecksilber, Aluminum). Ein Kupfermangel kann ferner durch
grosse Blutverluste verursacht werden oder tritt gelegentlich bei kleinen
Kindern auf, die ausschliesslich mit Kuhmilch ernährt werden.
Mögliche Folgen von Kupfermangel sind: Blutarmut (Anämie), Müdigkeit, Schwäche,
Antriebsschwäche, Appetitlosigkeit, Hautentzündungen, Störungen des
Nervensystems, entzündliche Erkrankungen (Gelenke, Atemwege, Magen‑Darmtrakt),
Schilddrüsenunterfunktion, sowie eine herabgesetzte Körperabwehr. Eine erhöhte
Allergieneigung kann auch Folge zu niedriger Kupferspiegel sein, da Kupfer
Bestandteil der Diaminoxidase (DAO) ist. Bei Kupfermangel ist die Aktivität
dieses Histaminabbauenden Enzyms erniedrigt, was nach Histamineinnahme durch
die Nahrung zu vermehrt erhöhten Histamin-Blutspiegeln führt.
Überschuss:
Zu hohe Kupferwerte im Blut und im Gewebe (Hyperkupriämie) sind sehr oft Ursache
von Depressionen und Schlaflosigkeit. Sie können durch chronischen Stress oder
Entzündungen, eine Schwangerschaft, die Verwendung der Antibaby-Pille oder durch
zuviel Kupfer im Trinkwasser oder in Multivitamin-Präparaten verursacht sein.
Auch beim Mangel an Zink, Mangan oder Molybdän und Vitamin C können Kupferwerte
erhöht sein.
Weitere Symptome der Hyperkupriämie können schmerzende Gelenke, erhöhter
Blutdruck, vorzeitiger Haarausfall, Pfeifen in den Ohren und verstärkte
Pigmentierung des Gesichts sein.
Bei einer
Supplementierungs-Therapie mit Zink, Mangan oder Molybdän und Vitamin
C-Einnahmen kann Kupfer aus den Geweben freigesetzt werden. Gelegentlich
verstärken sich durch einen zu schnellen Anstieg der Kupferwerte im Serum die
Depressions-Symptome vorübergehend. In diesem Fall sollte die Zinkdosis
reduziert und erst nach ein bis zwei Wochen wieder erhöht werden. Zur Therapie
kann auch der Chelatbildner D-Penicillinamin eingesetzt werden, sollte aber in
geringen Dosen und zusammen mit Zink und Vitamin B6
eingenommen werden, da D-Penicillinamin auch Zink aus dem Körper eliminiert.
Zwei
bis drei Monate können für eine maximale Verbesserung der Depression durch hohes
Kupfer erforderlich sein, die meisten Patienten spüren jedoch ziemlich schnell
nach Beginn der Supplementierungs-Therapie eine langsame Besserung ihrer
Beschwerden.
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