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MDA-Bestimmung mittels HPLC |
Lipidperoxidationsprodukte entstehen, wenn freie Radikale
körpereigene Schutzmechanismen überwinden und mit ungesättigten
Fettsäuren der Zellmembranen reagieren. Solche Hydroperoxide der
Fettsäuren sind chemisch instabil und zerfallen in Alkane,
aliphatische Aldehyde und ungesättigte Aldehyde, darunter das
Malondialdehyd MDA, das die Eigenschaft hat Proteine und Lipide zu
vernetzen. MDA ist ein sogenanntes sekundäres
Lipidperioxidationsprodukt und entfaltet seine toxischen
Eigenschaften auf verschiedenen Ebenen der zellulären Mechanismen.
Es kann mit der DNA reagieren, zu fehlerhaften Transkriptionen und
damit zu veränderten Genprodukten führen oder die Funktionen
intrazellulärer Proteine stören. Ausserdem führen Lipidhydroperoxide
zur Störung der Barrierefunktion und weiterer elementarer chemischer
und physikalischer Eigenschaften der Zellmembranen. Die
Membranfluidität nimmt ab und die Rigidität zu.
Die Auswirkungen der Lipidperoxidation sind Grundlagen in der
Pathogenese vieler Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. der
Arteriosklerose oder von Reperfusionsschäden eines Organs nach
Ischämie. Nach Myokardinfarkten kann ein sofortiger Anstieg der
MDA-Konzentration, gefolgt von einem Abfall innerhalb der nächsten
12 Tage beobachtet werden. Weiterhin spielen Lipidhydropeoxide bei
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Tumorerkrankungen und
vorzeitigen Alterungsprozessen eine bedeutende Rolle.und seltene angeborene
Enzymdefekte sein. |
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Indikationen |
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Hinweis auf zellschädigende Mechanismen aufgrund von
Lipidperoxidation.
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Biochemischer Marker für das Ausmass von oxidativem Stress.
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Einschätzung inwieweit das antioxidative System mit oxidativer
Belastung zurechtkommt.
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Abklärung von Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen. |
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Labordiagnostik |
Die MDA-Bestimmung
erfolgt im Heparin-Plasma (kühl gelagert bei 2-8 °C); minimale
Probemenge 2 ml.
Kühl gelagerte Proben sind maximal einen Tag lang stabil,
tiefgefrorene
(bei -20°C) Proben bis zu zwei Wochen lang stabil. Die Proben
sollten per Post im Theromo-Styropor-Bag versendet werden.
Wichtig: Frisch abgenommene Proben müssen unmittelbar nach
der Blutabnahme zentrifugiert und gekühlt aufbewahrt werden. |
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Interpretation
der Messergebnisse |
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Normalwert MDA (im
Heparin-Plasma): 1.2 - 2.8 mmol/l
Wenn nur gering erniedrigte Konzentrationen vorliegen, kann es sein,
dass ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren zu einem geringeren
Gesamtumsatz führt. Dabei sollten zur Diagnose des
antioxidativen Stresses globale Parameter hinzugezogen werden (ImAnOx/Perox). |