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Superoxiddismutase -
SOD - Superoxiddismutase
- SOD - Superoxiddismutase - SOD - Superoxiddismutase - SOD - Superoxiddismutase
- SOD- Superoxiddismutase
Superoxiddismutase - SOD
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NEU!
Bestimmung der
SOD-Aktivität
Bestimmung des
Cu/Zn-SOD-Gehaltes

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Die wichtigsten
radikalen Sauerstoffverbindungen, die am häufigsten für die
Auswirkungen von oxidativem Stress verantwortlich gemacht werden,
sind Superoxidradikale (O2).
Sie entstehen, wenn im Zuge der natürlichen Energiegewinnung in den
Mitochondrien molekularer Sauerstoff nur teilweise reduziert wird.
Diese sehr stark reaktiven Sauerstof-fverbindungen können
verschiedene Moleküle des Organismus wie Fettsäuren (Lipidperoxidation),
Eiweisse oder Nukleinsäuren (die Bestandteile der DNA=Erbsubstanz)
schädigen und deren lebenswichtige Funktionen beeinträchtigen.
Zusätzlich bringen Krankheiten, die durch oxidativen Stress
verursacht werden wie Alzheimer oder verschiedene Krebserkrankungen,
selbst grosse Mengen von freien Radikalen hervor.
Die Superoxiddismutase (SOD) gehört zu den im Körper am
häufigsten vorkommenden Enzymen und ist für die Abwehr von
radikalen Sauerstoffverbindungen verantwortlich. Sie ermöglicht
die Umwandlung des Superoxidradikals in das weniger reaktive
Wasserstoffperoxid (H2O2), welches durch zwei weitere Enzyme,
Glutathionperoxidase (GPX) und Katalase zu Sauerstoff und Wasser
abgebaut wird.
Für ihre Aktivität benötigt die SOD verschiedene Metall-Ionen als
Co-Faktoren und sie ist durch Hyperoxie und Xenobiotika induzierbar.
Aufgrund der Abhängigkeit von verschiednen Co-Faktoren werden
Untergruppen des Metalloprotein-Enzyms unterschieden.
Die Cu/Zn-SOD (Kupfer- und Zink-abhängig) ist ein primär
cytosolisches Enzym (z.B. in Erythrozyten) mit extrazellulären
Formen im Blut, der Lymphe und anderen Körperflüssigkeiten. Eines
der wenigen Enzyme, die Mangan zu ihrer Funktion benötigen, ist die
Mn-SOD, die sich vorwiegend in den Mitochondrien befindet. Im
Gegensatz zur Mangan-abhängigen SOD, wird die Cu/Zn-SOD durch
pro-entzündliche Interleukine nicht induziert. Ihre Konzentration
ist daher nahezu unabhängig vom Aktivierungsgrad der Zellen.
Die SOD ist auch bei der Entgiftung von Schwermetallen wie z.B.
Quecksilber beteiligt, ihr Anstieg korreliert mit einem
Quecksilberüberschuss. Erhöhte Werte finden sich neben vermehrter
Belastung mit freien Radikalen auch bei körperlichem Training. Bei
körperlicher Anstrengung wirkt die SOD protektiv auf das
Gefässendothel, indem erhöhte SOD-Werte eine frühzeitige
Inaktivierung des Vasodilatators NO (Stickstof-fmonoxid) durch freie
O2-Radikale verhindern. Die endothel-abhängige Vasodilatation wird
dadurch auch in koronaren Gefässen verbessert.
Obwohl die SOD für ein Enzym ungewöhnlich stabil ist, kann ihre
Aktivität durch Chromüberschuss gehemmt werden. Zinkmangel schränkt
die SOD-Leistung ebenfalls ein.
Als primärer enzymatischer Radikalfänger kann die SOD das
Immunsystem stärken, Hautschäden durch ultraviolette Strahlen
verringern, die Funktion des Herzmuskels unterstützen und
Entgiftungsprozesse in der Leber fördern. Weiterhin trägt die SOD
zum Schutz vor Osteoporose bei, da Superoxidradikale die
Osteoklasten zum Abbau von Knochengewebe anregen können, und sie hat
protektive, entzündungshemmende und schmerz-lindernde Wirkung bei
rheumatoider Arthritis. Sie schützt den Körper vor vorzeitigen
Alterungsprozessen (Altersflecken, Falten) und verschiedenen
Krebserkrankungen. Interes-santerweise finden sich hohe
Konzentrationen der SOD in den Augenlinsen, was auf eine besonders
starke antioxidative Wirkung an diesem Ort hinweist.
SOD-Mangel findet sich in den Zellen der Haut bei
übermässiger Belastung durch ultraviolette Strahlen und bei
Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall (je geringer die
SOD-Aktivität, desto grösser das Infarktareal im CT). Auch
Tumorerkrankungen und deren konventionelle Therapien (Chemotherapie,
Bestrahlungen) zeigen meist deutlich erniedrigte SOD-Werte. Mit
zunehmendem Alter und bei genetischen Abweichungen sinkt die
Körperproduktion von Superoxiddismutase ebenfalls ab. Sind im
Organismus die Mineralstoffe Mangan, Kupfer und Zink nicht
ausreichend vorhanden, kann nicht genügend SOD gebildet werden und
die Auswirkungen von oxidativem Stress machen sich in allgemeinem
Leistungsabfall und degenerativen Erscheinungen verstärkt bemerkbar. |
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Indikationen |
l
Bestimmung
des Ausmasses von oxidativem Stress
l Ermittlung
der Schutzfunktionen vor oxidativem Stress
l Nachweis
zytotoxischer Reaktionen (Nachweis freigesetzter
Cu/Zn-SOD aus
geschädigten Zellen)
l Diagnostik
beim Down Syndrom (Das Gen der Cu/Zn-SOD
befindet sich auf dem
Chromosom 21, im Genkomplex, der
für die Symptome der
Trisomie 21 verantwortlich ist.) |
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Labordiagnostik |
Test 1
Test 2
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Photometrische Bestimmung der
SOD-Aktivität aus EDTA- oder Heparinblut bei Zimmertemperatur.
Bei längeren Aufbewahrungszeiten die Proben kühl lagern
(2-8°C).
Die Bestimmung des Gehaltes der
Cu/Zn-SOD erfolgt mittels der ELISA-Methode aus EDTA-Plasma oder
Serum (Lagerung max. 24 Stunden bei 2-8°C, oder max. 2 Wochen bei
-20°C). Serum oder Plasma sollten so schnell wie möglich separiert
werden. Hämolytische Proben führen zu fehlerhaften Cu/Zn-SOD-Bestimmungen.
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SOD - Superoxiddismutase
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